Ein typisches Jugendtraining

Lukas, Niklas, Lilly, Marius, Jonas, Jonas, Daniel, Dominik, Valentin, Lennard, Jan, Tillmann, Svea, Lina, Nico, usw.

Das sind die Namen der Kids, aber der harte Kern besteht aus 4-8 Teilnehmern, mal mehr, mal weniger.

 

Die nachfolgenden fettgedruckten Sprüche von Uwe sind über einen längeren Zeitraum archiviert worden und sind keinesfalls an einem Abend gefallen…

 

Meistens geht es los mit einer kleinen Ansage von Uwe oder je nach Beteiligung mit einer Aufwärmeinheit.

Mach dein Daddelding aus (man nennt es auch Smartphone)

                                       

       

Danach wir aufgebaut, alle helfen mit und wenn abends noch Punktspiele sind, dann lässt Uwe auch dafür alles aufbauen, vom Zähltisch bis hin zu Bänken und Stühlen. Oh, danke für den Applaus von den Erwachsenen an dieser Stelle...

Da ist ja meine Ur-Ur-Oma schneller.

 Dann wird überlegt, je nach Beteiligung, wer mit wem spielt und was trainiert wird. Franz steht meistens hinten rechts an der Platte und wartet auf sein „Opfer“. Die Ecke wird auch scherzhaft GUANTANAMO  genannt, wegen der Folterei mit Unterschnitt und langen Noppen.

Nicht nach vorne ziehen, hoch, hoch und noch mal hoch.

Wochenlang wurden diese Bälle hunderte Mal ins Netz gesemmelt, aber es geht voran und es entstehen schon ordentliche Ballwechsel.

Tausendmal hab ich das schon erklärt, wie oft noch?

 

Die Drillinge stärken an der Sprossenwand mit festgebundenen Fahrradschläuchen die Schnellkraft des Armes, jaja,  ganz schön anstrengend.

An einer Platte wird das verhasste Schupfen geübt, wat mut, dat mut.

Den Scheiß kriegt ihr nie wieder raus.

Einen Tisch weiter mühen sich Lily und Lukas ab.

Mein Fräulein, das war nichts… Lukas was is datt denn…

 

An der Ballmaschine wird Rückhand- Schuss trainiert und das kam dabei raus:

Das will ich nicht mehr sehen, ist das klar!

Am nächsten Tisch wird VH- Topspin und blocken geübt, sieht eigentlich ganz gut aus, aber:

Bewegt eure maroden Körper, leg da mal mehr Wumms rein,

da hilft morgens ein Glas Kaba.

Nach einer Stunde schalten die meisten auf „Gammelmodus“ und dann wird eine Trinkpause gemacht. Einer liegt unter dem TT-Platte. Frage: Was machst du da unten? Antwort: Ich warte auf meinen Partner, der is aufm Klo…

Uwe liegt sehr viel Wert auf eine saubere Ausführung aller Schläge und das ist gut so. Spielerische Raffinessen und taktisches Verhalten können nur richtig gelingen, wenn die Basis stimmt.  

Kurz in die Vorhand, Vorhand habe ich gesagt, das war Müll.

Zwei weitere Spieler trainieren schon bestimmte Spielabläufe. Kurzer Aufschlag in die VH, Retourn in die RH, Retourn in die VH und Schuss.

Mach mal ein bisschen Spin in die Hüfte, das kann doch nicht angehen.

Die Bewegungen einiger unserer Jugendlichen gleichen denen von Wanderdünen, deshalb:

Runter mit dir, oder hast du Stöcke in den Knien?

Franz: Das sieht aus wie der junge Forrest Gump…

Von Zeit zu Zeit erscheinen erwachsene Helfer beim Jugendtraining, danke dafür. Es wäre schön, wenn das  öfter und kontinuierlich erfolgte! Das ist natürlich bei den arbeitenden Spielerinnen und Spielern selten möglich. Da haben wir Rentner es schon besser. Die Anfänger kommen in der Regel etwas zu kurz, weil Uwe Prioritäten setzen muss. Nach der Pause geht es weiter, die ersten Konditions- und Konzentrationsschwächen werden sichtbar.

Wie stehst du denn am Tisch, Quasimodo ist nichts dagegen.

Einige schauen jetzt schon häufiger auf die Uhr, wann ist die Plackerei zu Ende?

Noch so´n Ding und du machst  zwanzig Kniebeugen.

Nach einigen Ballwechseln:

Jetzt reichts,  erstmal 5 Kniebeugen.

 Uwe muss manchmal an mehreren Platten eingreifen und korrigieren:

TT spielt sich auch im Gehirn ab.

Da ist ja ne 80 jährige Oma schneller.

 

Nico auf meine Antwort, dass ich 71 J alt bin: Da ist man doch schon tot…

Sehr gerne wird zum Abschluss ein Doppel gegen Franz gespielt. Mit 7 vor wird es schon mal eng, aber man kennt die Schwächen und die werden dann gnadenlos ausgenützt. Aber wie lange noch? Hoffentlich nicht mehr so lange!

Spielt das, was ihr gelernt habt.

Zum Glück können am Mittwoch alle Tische für die Erwachsenen stehen bleiben, am Montag muss bis kurz nach 19:00 Uhr alles wieder ordentlich aufgeräumt sein. Hier ein dickes Lob an unseren Nachwuchs, dass hat bislang immer prima funktioniert, vielen DANK!

Man muss Uwe an dieser Stelle ein großes Kompliment machen. Mit unermüdlichem Einsatz versucht er die jungen Leute zu ernsthaften TT- Spielern zu machen und das ist nicht ganz einfach. Legendär sind seine Sprüche und trotz aller Härte die manchmal durch kommt, am Ende sind auch lobende Worte und meistens auch Süßigkeiten die Belohnung. Es soll schon vorgekommen sein, dass er den einen oder anderen Spieler, teure Schläger für gute Leistungen geschenkt oder für wenig Geld überlassen hat.

Wohl dem Verein, der so einen Trainer sein eigen nennen darf.

Matthias hat sich ja als Jugendwart verabschiedet und ist jetzt Sportwart, aber immer noch eng verbunden mit den Kids durch Punktspiele, etc. Vielen, vielen Dank für deinen Einsatz in der Vergangenheit. Und Simon als neuer Jugendwart wird nach und nach in diese Funktion hinein wachsen.

Mal sehen, ob es nach einiger Zeit Jemand in die 1. Mannschaften der Erwachsenen schaffen wird…

Das war er, ein stinknormaler Trainingstag  bei der TT- Jugend des MTV Obermarschacht.

Erstellt von Franz