Bitteres Hinrunden-Ende für die 5. Herren

Die Vorzeichen schienen klar, als am Montag die 5. Herren des MTV Obermarschacht zum Tabellenführer der 2. Kreisklasse Ost nach Meckelfeld reisen musste. Da arbeitsbedingt die etatmäßige Nummer zwei der Obermarschachter ausfiel, wäre alles andere als eine Niederlage eine faustdicke Überraschung gewesen. Es entwickelte sich jedoch ein spannender Abend, bei dem der Tabellenführer aus Meckelfeld am Ende das glücklichere Händchen haben und die Obermarschachter einen  herben Verlust erleiden sollten.

 

Doch der Reihe nach. Während das Top-Doppel der Obermarschachter (Remelius/ Heins) die Meckelfelder Lagemann/ Herb in 5 Sätzen niederringen konnte, hatten ihre Kollegen Steudten/ Fehling am Ende des 5. Satzes weniger Fortune auf ihrer Seite. Das dritte Doppel, in dem Robert Schumann sein „Comeback“ nach überstandenen Leistenbruch gab und sein erstes Saisonspiel überhaupt bestritt, musste eine 3-Satz-Niederlage einstecken, so dass die Meckelfelder nach den Eingangsdoppeln mit 2:1 vorne lagen. Im ersten Einzel des Tages entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe zwischen Gerhard Lagemann und Benjamin Heins, in dem die Meckelfelder Nummer eins am Ende den fünften Satz mit 11:8 für sich entscheiden konnte. Die Nummer eins der Obermarschachter, Arne-Jan Remelius, hatte zu Beginn seines Einzels wenig Mühe mit Bernd Helk. Doch in der Verlängerung des zweiten Satzes sollte dann so etwas wie die Vorentscheidung für das gesamte Spiel fallen. Aufgrund einer falschen Bewegung verletze sich der Obermarschachter am bereits lädierten Knie so stark, dass er zur Aufgabe gezwungen war. Wer jedoch dachte, dass die Obermarschachter nach dieser bitteren Kunde und dem damit verbundenen 1:4-Rückstand aufstecken würden, wurde eines Besseren belehrt. Insbesondere Hans-Werner Mecklenburg spielte nach einem 0:2-Satzrückstand all seine Erfahrung aus und drehte das Einzel noch in einen 3:2-Sieg. Die Entscheidung fiel mit 13:11 im fünften Satz denkbar knapp aus. Weniger Mühe hatte Obermarschachts Nummer drei (Udo Steudten) in seinem ungefährdeten 3-Satz-Sieg gegen Hans Harder. Der Lauf der Obermarschachter hielt weiter an und so konnte Robert Schumann in seinem ersten Einzel den 4:4-Ausgleich besorgen. Zum Abschluss der ersten Einzelrunde erobertete der TV Meckelfeld durch einen 3:1-Sieg von Hans Herb die erneute Führung. Diese konnte aufgrund der Verletzung der Obermarschachter Nummer eins und dem damit verbundenen kampflosen Sieg für Gerhard Lagemann weiter ausgebaut werden. Auch Bernd Helk musste bei seinem klaren Dreisatz-Sieg nur im zweiten Satz (13:11) kämpfen. Die Meckelfelder Führung betrug nunmehr 7:4. Doch wer nun dachte, die Moral der Elbmarscher wäre gebrochen, der sollte sich abermals täuschen. Das mittlere Paarkreuz mit Steudten und Mecklenburg konnte mit zwei Siegen souverän auf 6:7 verkürzen und auch Jens Fehling fand nach Satzrückstand besser zu seinem Spiel und bezwang Herbert Holterbosch mit platzierten Offensivschlägen in vier Sätzen, so dass der erneute Ausgleich der Obermarschachter perfekt war. Das letzte Einzel des Tages musste also die Vorentscheidung bringen. Nach harten Kampf und zwischenzeitlicher Rückstand konnte dieses bis zum letzten Punkt spannende Match natürlich nur in der Verlängerung des fünften Satzes entschieden werden. Mit 14:12 war dabei Hans Herb der glücklichere Spieler und sorgte somit für das 8:7 der Meckelfelder. Nun würde das Entscheidungsdoppel über Remis oder Sieg der Hausherren entscheiden. Da die Verletzung des Obermarschachters jedoch keine Bewegung zuließ und die Gesundheit insbesondere bei unklaren Verletzungen klar im Vordergrund steht, ging dieses kampflos an die Heimmannschaft und bescherte der dritten Herren vom TV Meckelfeld so den 9:7-Sieg und die Verteidigung der Tabellenführung bis dato. Für die Obermarschachter war dieses Ergebnis trotz der Niederlage sicherlich mehr als man sich zunächst ausgerechnet hatte, aber aufgrund der Umstände und der noch unklaren Schwere der Verletzung ihrer Nummer eins bleibt ein trauriger Schleier über den Abend. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Verletzung als nicht ganz so schlimm darstellt und die Winterpause somit gerade recht zur Rehabilitation kommt.